Die Geschichte des Forschungs-Institutes Bildender Künste

1976 wurde das Institut vom  Oberbibliothekardirektor und Direktor des Nürnberger Gewerbemuseums Dr.Dr. Karlheinz Goldmann und dem Kunsthistoriker Axel-Alexander Ziese in Nürnberg auf Anregung des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt gegründet.

Im Laufe der Jahrzehnte ist das FI-BK eine kunstspezifische Institution für den deutschsprachigen Kulturraum Europas geworden, in der u.a. das zeitgenössische Lexikon ‚ALLGEMEINES LEXIKON DER KUNSTSCHAFFENDEN in der bildenden und gestaltenden Kunst des ausgehenden 20. Jahrhunderts’ entstanden ist.
Ab 2004 ist das in 5 Bänden entstandene Lexikon digitalisiert worden und wird digital fortgeführt, erweitert und ergänzt unter www.lex-art.de und www.lex-art.eu. International entwickelte sich zeitgleich ein weltumspannendes freies Netzwerk für diesbezügliche Domainnamen aus den Silben lex – enz – art – arts mit den Länder- und Kontinentkürzeln. 


Zum ersten Mal schrieb das FI-BK den Offenen-Kunst-Preis OKP 1986 aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens aus. Dieser Kunstpreis fand unter internationaler Künstlerbeteiligung in Nürnberg statt. Zu dieser Veranstaltung wurde die Auszeichnung „Rembrandtplakette in Gold“ erstmals in einer Feierstunde des FI-BK vergeben an die KünstlerInnen Irmgard Biernath, Wulf von Lochner und Alois Koch für ihre künstlerischen Lebenswerke in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland.

Der 2. OKP wurde 1988 veranstaltet. Danach organisierte das Forschungs-Institut den 5. Grand Prix d' Art, dessen Träger EUKKO – das Europa-Künstler-Kollegium aus der Schweiz ist. Der 3. OKP wurde zusammen mit der „Goldenen Palette“ 1992 in Bitburg durchgeführt, nachdem die Einheit der beiden deutschen Staaten fest gefügte Formen angenommen hatte. Der 4. OKP fand in der Nürnberger Galerie Winterstr. erstmals mit Künstlern aus beiden ehemaligen deutschen Staaten statt. Veranstaltungsort des 5. OKP 1995 war die Historische Ausstellungshalle der Kuranlage von Bad Nauheim.
Mit dem 6. OKP betrat das Forschungs-Institut einen zukunftsweisenden Weg, erstmals wurde der Preis virtuell vom 1. Januar bis 10. April 1998 als online-Kunstwettbewerb im weltweiten Internet ausgetragen. Damit gehört das Institut zu den Vorreitern in der elektronischen Kunstmedien-Geschichte. Die am OKP teilnehmenden Kunstwerke konnten 100 Tage und Nächte lang weltweit im Internet besucht werden. Jeder Besucher konnte online seine Meinung für die Vergabe des Publikumspreises „Die Goldene Palette" abgeben.
Entsprechend der Intention des Offenen Kunstpreises waren Künstler und Künstlerinnen aller Nationalitäten teilnahmeberechtigt, sie konnten sowohl haupt- als auch nebenberuflich künstlerisch tätig sein. Es gab keine Beschränkung hinsichtlich der Themenabhandlung, so dass das Gesamtspektrum von altmeisterlicher Auffassung bis zur gegenstands- losen Malerei oder bildhauerischer Darstellung sowie Objektkunst reichte. Die folgenden Offenen Kunstpreise fanden im Internet statt und das FIBK verlängerte die Besuchszeit über ein Jahr hinaus.

In den vorangegangenen 24 Jahren entstanden unter der Herausgeberschaft des FIBK viele Publikationen neben den Lexikonbänden. Buchreihen und Sammelbände wie: MEISTER BILDENDER KÜNSTE, ZeitKunst, Bildnisse, DOKUMENTA ARTIS, Modern Artist in 3-D, Meisterwerke Künstler unserer Zeit. Monografien wurden redaktionell erarbeitet mit den Titeln Francesco Demetz la Rives, Steiner Aquarelle, Der Pferdemaler Adolf Strebe, Ursula Hornsteiner, Bilder vom denkenden Kosmos, Willy Riedmüller, Vom Ton zur Bronze, Ruth Nossenheim, Die Abstraktion des Georg Cohnen, Ernst Böhm, Gert von Berg, Kognitive informelle Malerei, Leinenzwänge, Annemarie Wieser, Der Chivanec, Karoline Wittmann, und anderes mehr wie Sachbücher und Dissertationen kunsthistorischer Thematik: KUNST und Medizin von Axel-Alexander Ziese, Die Maler der Quadriga von Ursula Geiger. Als Periodika erschienen durch uns die Kunstzeitung KünstlerPost und das Kunstmagazin KUNST-aktuell.

Im Jahr 2000 verlegte das FI-BK seine Aktivitäten nach Sachsen-Anhalt bei Bad Schmiedeberg und fand dort zwei Varianten zu expandieren, im Schloss Trebitz und dem Wasserschloss Reinharz. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des FIBK haben den Umzug vom bayerischen Nürnberg in den Mitteldeutschen Raum gescheut, so dass an der neuen Wirkungsstätte neue Kollegen die Arbeiten fortgesetzt haben. Das zuerst favorisierte Trebitzer Schloss ließ sich nicht zum Kunstzentrum ausbauen, da der Lärm eines in der Nähe stehenden Windrades für die Mitarbeiter und Neubewohner unerträglich wurde. Der erneute Umzug des Institutes mit Dokumentationszentrum, Redaktion, Ausstellungen, Archiv, Tausenden Kunstbüchern und den Bewohnern zum 10 km entfernten Wasserschloss war zu bewältigen.

Die auf zukunftsgerechte Publizität und Dokumentation zur zeitgeschichtlichen bildenden Kunst ausgerichtete Prämisse des FIBK forderte durch den stetig wachsenden Einfluss des Digitalen ein Umdenken von haptischen Publikationen zu elektronisch gespeicherten Dokumentationen und die Verbreitung im „world wide web“.

Mit dem Beginn der Renovierungsarbeiten an den historischen Häusern und mit dem Beginn des 9. OKP 2003 wurde vom Institut die Verwaltungsarbeit ausgelagert und der 1992 in Bitburg gegründeten Jean-Gebser-Akademie e.V. für die Dauer des Aufbaus des KHSR (Kunsthof Schloss Reinharz) anvertraut. Die Akademie verlagerte zwei Jahre später, im Herbst 2005, den Sitz von Bitburg nach Leipzig.

Der 10. OKP dauerte erstmals 14 Monate bis zum 31.12.2005 und die Preisvergabe wurde in Leipzig ausgerichtet. Für den 11. OKP, der 2006/2007 im Internet stattfand, wurde die Preisvergabe auf Schloss Altranstädt bei Leipzig vorgenommen und der 12. OKP endete am 31.12.2009. Die Preisvergabe im Juni des folgenden Jahres war zugleich die Premiere für den KHSR – Kunsthof Schloss Reinharz in der Kurstadt Bad Schmiedeberg. Der auf dem Schlossareal aus ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Schlosses in einem Jahrzehnt erbaute Stammsitz des FI-BK wurde im Juni 2010 mit Künstlern aus Europa und Besuchern der Region der Öffentlichkeit bei der Preisverleihung des OKP vorgestellt.
Im Folgejahr haben die Mitglieder der Jean-Gebser-Akademie im Wechsel dazu in der List-Haus-Galerie am 20.5.
2011 in Leipzig die Preisverleihung des 13. OKP ausgerichtet und der Akademiepräsident der JGA Axel-Alexander Ziese erklärte seine Demission mit Erreichen des 70sten Lebensjahres. Im April 2011 trennten sich die Mitteldeutsche Jean-Gebser- Akademie und das Forschungs-Institut bildender Künste.

Das FI-BK beginnt am Stammsitz KHSR die Zusammenarbeit mit der ‚KHSR gem.UG’. zu einem ländlich geprägten Kunstzentrum; dem sich auch die Internet-Künstlergruppe www.artgala.de anschloss.
Ein Ausstellungszyklus mit vier Gemeinschaftsausstellungen, einer Saisonausstellung im Skulpturenpark und der Eröffnung einer zweiten Kunsthalle im klassischen Ambiente, in der Sammlungshalle, sind die Akzente des Neubeginns. Am 1.9.2011 beschloss auf dem KHSR eine Gruppe von hervorragenden Künstlern sich als ‚MEISTERKREIS Kunsthof Schloss Reinhar
z’ unter der Leitung des FI-BK zu vereinigen und jährlich gemeinsam im Frühjahr mit einer Gemeinschafts- ausstellung auf dem KHSR die Ausstellungssaison zu eröffnen.

Unter der Herausgeberschaft des FI-BK erarbeitete die Redaktion bis zum Herbst 2014 CHILLI-CON-ARTE.de als  Internetkunstzeitschrift auf dem KHSR. Die Redaktion wurde beendet, das Skriptorium begann mit der Neuausgabe von www.lex-art.eu. Diese neue Publikation des FI-BK erscheint digital und steht weltweit den Interessierten im Internet zur Verfügung, Kunstkataloge und digitale Broschüren erscheinen dogital im Verbund mit dem Künstlerlexikon im Verzeichnis www.lex-art-webkat.de in ausdruckbaren Versionen.

Die Feiern zum 25-jährigen Bestehen des Offenen Kunst-Preises haben 2013, etwas verspätet im KHSR zeitgleich mit der Preisvergabe des aktuellen 14. Wettbewerbs stattgefunden. Mit dem 15.OKP, der im Herbst 2014 endete, erlosch die ‘KHSR gem.UG’, denn das Programm der Bürgerarbeit war am 30.7.2014 endgültig ausgelaufen. 

Anstelle der fast 20 Jahre existenten Wettbewerbe OKP wurde zum 1.1.
2015 ein neues Konzept vom FI-BK erarbeitet, das Champion- Turnier MEISTER-BILDENDER-KÜNSTE.de und damit der fortschreitenden Digitalisierung mit neuen Darstellungsmöglichkeiten Rechnung getragen. Das Turnier fand erfolgreich vom 1.1.2015 bis 31.12.2015 im Internet statt. 2016 zog auf dem Areal vom “Kunsthof Schloss Reinharz” das Marketingunternehmen ARTMARKEting-Sittichot als Mitunternehmer ein und übernahm kooperariv die Verwaltung für den MEISTERKREIS SCHLOSS REINHARZ GbR und das Marketing für das FI-BK. ARTMARKE.de konzipierte in der eigenen Redaktion den aktuellen Internet Ausstellungskalender www.ARTermins.de für Bildende Kunst im deutschsprachigen Kulturkreis und verwaltet ab 2017 auch das www.internetKUNSTKAUFHAUS.de